| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 18. 04. 2008 - 18:14 |
Nachrichten vom 18.04.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · In den ersten 3 Monaten des Jahres haben die Urlauberzahlen auf den Kanaren zugelegt wie selten zuvor. 600.000 Übernachtungen mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, ein Zuwachs von satten 9 Prozent. Durch diese hohe Vorlage der Kanaren konnte sich auch die Spanienweite Urlauberstatistik ins leichte Plus retten. · Wegen häuslicher Gewalt gegen seine Ehefrau wurde am vergangenen Dienstag ein Mann im Gerichtsgebäude von Maspalomas zu 6 Monate Gefängnis auf Bewährung verurteilt und darf sich seiner Frau nicht mehr nähren. Als das Urteil verkündet war, rannte der Verurteilte aus dem Gerichtsaal und sprang durch ein Flurfenster aus dem dritten Stock in die Tiefe. Allen Anwesenden stand der Schrecken im Gesicht, doch glücklicherweise misslang der versuchte Selbstmord. Mit nur leichten Verletzungen wurde er zunächst ins Krankenhaus und dann in die Psychiatrie eingewiesen. · Auch in Carrizal ereignete sich ein familiäres Drama wegen häuslicher Gewalt. Einem 34jährigen war es gerichtlich untersagt worden, sich seiner ex- Frau zu nähern. Diese nächtigte gewöhnlich in einem in Carrizal geparkten Lieferwagen. Der offenbar schizophrene Ex- Ehemann warf einen Brandsatz in den Lieferwagen, das Fahrzeug brannte lichterloh. Dabei wurde er selbst schwer verletzt. Seiner Ex- Frau passierte nichts, denn just in dieser Nacht schlief sie im Haus ihrer Mutter. · Im März sind die Preise auf den Kanaren im Vergleich zum Februar um 1,1 Prozent gestiegen. Spanienweit waren es nur 0,9 Prozent. Die Inflationsrate der letzten zwölf Monate hat damit den Rekordstand von 4,6 Prozent erreicht, der höchste Wert seit 1995. Grundnahrungsmittel sind aber um über 8 Prozent gestiegen. Dies hat die kanarische Regierung nun dazu veranlasst, der Preisspirale Paroli zu bieten. Sie will das strenge kanarische Handelsgesetz lockern, welches die Betriebsgenehmigung von Discountern und großen Supermärkten zum Schutz der kleinen Läden stark einschränkt. Diese Discounter mit ihren Billigprodukten sind es aber, die der Regierung bei der hohen Inflationsrate helfen könnten. Gegen diese Pläne der Regierung hat der Einzelhandelsverband zunächst mal Protest eingelegt. · Es ist eine feine Sache, wenn man die Nummer des Anrufenden auf dem Display des Festnetz- Telefons sieht. So kann man immer noch überlegen, ob man bei einem Anruf von Schwiegermutter abnimmt oder auch nicht. Das war bisher gratis, doch ab Juli verlangt die spanische Telefónica eine Servicegebühr. Etwa 58 Eurocent wird der Telefonkonzern seinen Kunden dann monatlich für diese Leistung in Rechnung stellen. · Die kanarischen Touristiker suchen neue Märkte. Ein potentieller Zukunftsmarkt ist das Reich der Mitte. Deshalb nimmt das kanarische Tourismusministerium erstmalig an einer Reisemesse in China teil. Der „China Outbound Travel and Tourism Market“ findet dieser Tage unter Beteiligung der Canarios in Peking statt. Inzwischen wollen die ersten chinesischen Reiseveranstalter Mitarbeiter entsenden, um das Urlauberparadies Kanaren zu erkunden. · Harte Kritik hat die kanarische Umweltorganisation Tamarán an der Abfallpolitik der Inselregierung von Gran Canaria geübt. Das zentrale Mülldepot des Südens bei Juan Grande verursacht jährlich 16 Millionen Kilo CO2, etwa 20-mal mehr als gesetzlich erlaubt. Die Umweltschützer nennen die Ergebnisse skandalös, und sehen die Ursache in der mangelnden Kontrolle und der unsachgemäße Behandlung des angelierten Mülls.
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