| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 21. 03. 2008 - 21:14 |
Nachrichten vom 21.03.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · Tausende von Canarios aus dem Norden unserer Insel verbringen derzeit, mit noch mehr ausländischen Urlaubsgästen, die Osterfeiertage im touristischen Süden von Gran Canaria. Aber es ist kühl, zumindest für die wärmegewohnten Canarios. Auch sind vereinzelte Regenschauer nicht ausgeschlossen. Trotzdem sind alle Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen an der Südküste voll besetzt und viele Hotels ausgebucht. In Las Palmas verdirbt eine Quallenplage am städtischen Las Canteras- Strand die österlichen Badefreuden. · Die in Spanien Sozialversicherten wenden sich bei gesundheitlichen Problemen an die staatlichen Ambulanzen und werden in staatlichen Krankenhäusern behandelt. Private Arztpraxen und private Hospitäler sind eigentlich nur für privat Versicherte zugänglich. So war es politisch mal gedacht, aber die Realität sieht längst anders aus. Weil die Warteschlangen der Sozialversicherten für Behandlungen in den Krankenhäusern immer länger werden, kauft das Gesundheitsministerium mehr und mehr Leistungen, auch in privaten Krankenhäusern, ein. In diesem Jahr gibt das kanarische Gesundheitswesen hierfür die Rekordsumme von 233 Millionen Euro aus. · Touristiker und Politiker freuen sich: In den ersten 2 Monaten haben die Besucherzahlen auf die Kanaren zugenommen. Im Januar und Februar besuchten 1,7 Millionen ausländische Urlauber die Inselgruppe, 6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Plus haben die Canarios den Briten zu verdanken. Während diese um 11 Prozent zulegten, kamen aus Deutschland 2 Prozent weniger Touristen. · Die Bürgervereinigung von Castillo del Romeral, einem Stadtteil von Maspalomas, hat Anzeige gegen das spanische Innenministerium erstattet. Das Ministerium hat mit Bauarbeiten an dem neuen Gefängnis begonnen, ohne hierfür eine städtische Baugenehmigung zu haben. Die Beamten in Madrid sehen der Klage mit Gelassenheit entgegen, denn ihrer Meinung nach benötigt das Innenministerium keine städtische Baulizenz. Aber auch auf die Stadtverwaltung sind die Bürger sauer. Diese ist zwar ebenfalls gegen den Bau, verhandelt aber lieber mit dem Innenministerium über Entschädigungszahlungen an die Stadtkasse. Die Bürger wollen im Notfall bis zum Europäischen Gerichtshof klagen. · Jung, dynamisch und erfolgreich ist der kanarische Sozialist, Juan Fernando López Aguilar. Im Kabinett von Spaniens Ministerpräsident Zapatero war er schon Justizminister. Dann drängte ihn Zapatero, das Amt aufzugeben, um als Spitzenkandidat der Sozialisten bei den Regionalwahlen im vergangenen Mai auf den Kanaren ins Rennen zu gehen. Er machte seine Sache gut und die Sozialisten zur stärksten politischen Kraft auf der Inselgruppe. Und bei den Wahlen am 9. März zum spanischen Parlament legten die kanarischen Sozialisten noch mal zu. Nun will Aguilar durch einen Kabinettsposten in Madrid belohnt werden. Ihm schwebt das Außenministerium vor, aber Amtsinhaber Moratinos will bleiben. Nun ist Zapatero in Zugzwang.
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