| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 17. 03. 2008 - 17:14 |
Nachrichten vom 17.03.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · Das Rathaus von Maspalomas im Campo Internacional steht gerade mal 20 Jahre. Von Beginn an gab es Probleme mit Feuchtigkeitsbildung in den Wänden, obwohl es dort kaum regnet, und Grundwasser nicht existiert. Seit Wochen müssen mit Stahlstützen im Keller die Decken abgesichert werden. Nun haben die Experten das Gebäude am Freitagmorgen vor Dienstbeginn abgesperrt, denn es droht Einsturzgefahr. Die Bauqualität ist miserabel, so die Gutachter. Wie lange die Spezialisten benötigen, um das Rathaus wieder sicher zu machen, weiß niemand so recht. Nun sucht man händeringend nach Räumen für die etwa 300 städtischen Bediensteten, und tonnenweise Papier, Möbel und EDV- Systeme müssen umziehen. Auch die Bürger wissen derzeit noch nicht, wo sie in den kommenden Wochen ihre Stadtverwaltung finden werden. Bürgermeisterin Mari Pino Torres hat die Bevölkerung aufgerufen auf Rathausgänge in den nächsten 2 Wochen zu verzichten bis klar ist, wo die einzelnen Abteilungen untergebracht werden. · Die Wahl zum spanischen Parlament am 9. März hat eines deutlich gezeigt: Immer weniger Canarios wählen nationalistisch ausgerichtete, regional agierende, Parteien. Von 1993 bis 1999 stiegen die Wählerstimmen für die Nationalisten kontinuierlich von 207.000 auf 350.000. Seit dem Jahr 2000 geht es aber stetig bergab, und am 9. März waren es nur noch 202.000 Wähler, die ihre Stimmen den Nationalisten gaben. Und noch ein interessantes Ergebnis: Auf den westlichen Inseln, in der Provinz Sta. Cruz de Tenerife, wählten die Bürger mehr als doppelt so viele regionale Parteien wie in der Ostprovinz Las Palmas. · Trotz der Konsumzurückhaltung in Europa rechnen die kanarischen Touristiker in der Osterwoche mit vollen Anlagen. In der Provinz Las Palmas erwarten die Hoteliers eine Auslastung von über 90 Prozent. Fast alle 3 bis 5- Sterne- Hotels werden wohl voll ausgebucht sein. Die meisten Canarios werden nicht weit reisen, sondern die Ostertage ebenfalls an den touristischen Stränden der Kanaren verbringen. · Nach heftigen Bürgerprotesten im Vorort Montana La Data, in unserer Gemeinde Maspalomas, hat die Stadtverwaltung eine Viehzucht- Finca geschlossen, die ohne städtische Genehmigung betrieben wurde. Zahlreiche Rinder, Schafe und Ziegen müssen sich nun ein neues Zuhause suchen. Die Bewohner hatten über starke Geruchsbelästigungen geklagt. · In La Aldea de San Nicolás wurde bereits am vergangenen Donnerstag der Pächter einer kleinen Bar, der 49jährige Rafael Abrante, tot in seiner Küche gefunden. Zahlreiche Messerstiche haben seinen Tod verursacht. Die Tat geschah wohl bereits am Sonntag vor einer Woche. Nachbarn wurden aufmerksam, da Rafael in den 2 Tagen zuvor die Brötchen vor der Haustür nicht abgeholt hatte, und alarmierten die Polizei. Die Guardia Civil konzentriert ihre Ermittlungen im nahen Umfeld des Opfers, da offenbar nicht eingebrochen wurde. Über einhundert Besitzer und Pächter von Kneipen, Bars, Pubs und Discotheken aus Maspalomas haben am vergangenen Donnerstag vor dem Sitz der Inselregierung von Gran Canaria in Las Palmas demonstriert. Wegen ständiger Lärmbelästigung der Urlauber soll nach Willen der Verwaltung die Sperrstunde auf 2 Uhr vorgezogen werden. Bisher konnten die Kneipen nahezu die ganze Nacht durchmachen. Die Kneipiers drohen mit dem massiven Abbau von Arbeitsplätzen.
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