| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 25. 02. 2008 - 25:14 |
Nachrichten vom 25.02.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · Am 9. März finden in Spanien die Wahlen zum Kongress und Senat statt. Den Kanaren stehen im wichtigen Kongress 15 der insgesamt 350 Abgeordnetensitze zu. 36 Parteien stellen sich auf den Kanaren zur Wahl. Derzeit wird ein Kopf- an Kopf- Rennen der beiden großen Parteien im Kongress, den derzeit regierenden Sozialisten und der konservativen Partido Popular vorhergesagt. Schlecht sind die Aussichten für die kanarischen Nationalisten, die Coalición Canaria. Nach neuesten Umfragen verlieren sie 2 ihrer bisherigen 3 Mandate. Für die beiden großen Parteien in Madrid ist das Abschneiden der kleineren Parteien sehr wichtig, denn wahrscheinlich benötigen sie Koalitionspartner, um sich Mehrheiten zu sichern. Nun hat die heiße Phase des Wahlkampfs begonnen, und auch auf die Kanaren werden mit Wahlplakaten zugeklebt. Auf unseren Inseln sind etwa 1,5 Millionen Bürger wahlberechtigt, davon etwa 90.000 Neuwähler, die bei der letzten Wahl noch minderjährig waren. Sie sind die große Hoffnung für die Sozialisten. · Besser hätten es die Action-Film Regisseure in Hollywood nicht drehen können, was Ende Dezember mitten in der Innenstadt von Las Palmas geschah. Mehrere Polizeiwagen verfolgten einen Pkw, dessen Insassen sich verdächtig verhalten hatten. Der Wagen wurde gestoppt, und als die Polizisten die Papiere verlangten, gab der Fahrer Gas. Eine wilde Verfolgungsjagd begann. Das Resultat: Eine demolierte Bar, 2 zu Schrott gekommene Polizeifahrzeuge, 3 Pistolenschüsse und 5 Verletzte. Bei dem Verdächtigen fanden die Beamten ein paar Gramm Haschisch für den Eigenbedarf. Er kam in Untersuchungshaft. Am 31. Januar hat der oberste Gerichtshof die Freilassung verfügt. Die Polizeiaktion sei maßlos übertrieben gewesen und völlig unangepasst an die Situation. Das ganze Chaos sei vornehmlich durch die Polizei verursacht worden. Ein harter Rüffel gegen die Rambo-Polizisten der Stadt Las Palmas. · 250 Arbeitnehmer sind bei der Firma Perfaler beschäftigt. Diese arbeitet nahezu ausschließlich für die Stadt Maspalomas, die Beschäftigten sind eigentlich städtische Bedienstete mit Arbeitsverträgen bei einer Fremdfirma. Die Mitarbeiter der Touristikinformation, in den öffentlichen Sportanlagen, alles Mitarbeiter von Perfaler. Arbeitsgerichte haben die Stadt deshalb verpflichtet, die 250 Beschäftigten zu übernehmen. Ein endgültiges Urteil des obersten kanarischen Gerichtes steht noch aus. Sollten die höchsten Richter die bisherigen Urteile bestätigen, hat Bürgermeistern Mari Pino Torres ein großes Problem. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben die Beschäftigten von Perfaler am Freitag gestreikt. · Auch die Lehrerschaft der Inselgruppe hat am Freitag die Arbeit niedergelegt. Der Konflikt zwischen den Pädagogen und dem Erziehungsministerium existiert schon seit Monaten. In der vergangenen Woche gab es mehrere Streiks auf den einzelnen Inseln, am Freitag dann auf der ganzen Inselgruppe. Tausende von Schülern hatten schulfrei. Sollte das Ministerium nicht verhandlungsbereit sein, soll im April weiter gestreikt werden. · Eine merkwürdige Art von Tierschutz praktizierten Beamte der Lokalpolizei von La Laguna auf der Nachbarinsel Teneriffa. Ein Hundebesitzer hatte seinen Vierbeiner aus dem dritten Stock auf die Straße geworfen. Nachbarn alarmierten die Polizei, die sofort am Tatort war. Die Anwohner dem schwer verletzten Tier erste Hilfe leisten. Das lehnten die Polizisten mit der Begründung ab, dies dürften nur Experten tun. 2 Stunden musste das arme Tier leiden, bis Tierschützer zur Stelle waren. Die Tat wurde von den Beamten offenbar nicht einmal als Anzeige dokumentiert.
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