| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 22. 02. 2008 - 22:14 |
Nachrichten vom 22.02.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · Nicht nur die Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen sind rückläufig, auch geben die Canarios durchschnittlich weniger Geld für den Kauf einer Blechkarosse aus. Waren es 2006 noch über 20.000 Euro, den ein Canario für den Neukauf durchschnittlich ausgab, ist dieser Betrag im Jahr 2007 um etwa 10 Prozent auf 18.000 Euro gesunken. · Die kanarischen Richter sind mit ihrer Vergütung nicht mehr einverstanden und fordern höhere Gehälter. Zwar dürfen sie nicht streiken, aber es gibt andere Druckmittel wie der Dienst nach Vorschrift. Genau das haben die Richterverbände nun beschlossen. Wahrscheinlich wird durch diese Aktionen das kanarische Justizwesen noch langsamer als bisher arbeiten. · Ein Boot mit 86 illegalen afrikanischen Einwanderern an Bord erreichte am vergangenen Dienstag den rettenden Hafen von Arguineguín. Laut einer Studie der spanischen Guardia Civil ist das Geschäft der Schlepperbanden mit mafia-ähnlichen Organisationsstrukturen sehr lukrativ. Die durchschnittlichen Einnahmen pro Fahrt eines Bootes liegen bei 100.000 Euro. Die Kosten für das Boot, den Außenbordmotor, das Benzin, den Bootsmann und Schmiergelder in den Herkunftsländern liegen bei etwa 20.000 Euro. Im Jahr 2006 schätzen die Experten den Umsatz mit den Flüchtlingsbooten auf etwa 75 Millionen Euro. · Der Beschäftigungsplan 2008 bis 2013 der kanarischen Regierung, durch die Nationalisten ausgearbeitet, der die hohe Arbeitslosenquote beseitigen soll, wird, wie zu erwarten, von der EU in Brüssel genau unter die Lupe genommen. Neue Arbeitsplätze sollen, auf Wunsch der kanarischen Politik, vorzugsweise an Residenten vergeben werden, die mindestens 3 Jahre auf den Kanaren gemeldet sind. Nach einer ersten Prüfung durch EU- Beamte kommen Zweifel an der Rechtmäßigkeit auf, denn der Plan würde Arbeitnehmer aus anderen EU- Staaten diskriminieren. In der Praxis will die kanarische Regierung wohl öffentliche Aufträge bevorzugt an die Unternehmen vergeben, die einen hohen Anteil der mindestens 3 Jahre als Residenten gemeldeten Arbeitnehmer beschäftigen. Inzwischen hat auch der Koalitionspartner in der Regierung, die konservative Partido Popular, Zweifel an der Legalität dieses Vorhabens angemeldet. · Die Küstengewässer vor der Nachbarinsel El Hierro verwandeln sich offenbar in ein Paradies für Schildzahnhaie, die zur Familie der Sandhaie gehören. Die in 400 Meter Tiefe lebenden, bis zu 4 Meter langen und 300 Kilogramm schweren Haie gehören zu einer für den Menschen ungefährlichen Art. Biologen haben nun vor der Küste El Hierros Laichplätze der lebendgebärenden Haie entdeckt. Offenbar fühlen sich diese seltenen Meeresbewohner dort sehr wohl. Bereits am vergangenen Sonntag wurde in Las Palmas ein Mann von 4 jungen Männern niedergestochen. 2 der Verhafteten sind minderjährig. Glaubt man der Version der Verdächtigen, war das Opfer bei einem Einbruch in das Haus der Freundin von einem der Täter überrascht worden. Er habe die 4 dann mit einem Messer bedroht, und sie hätten deshalb nur in Notwehr gehandelt. Trotzdem hat der Ermittlungsrichter die beiden Volljährigen wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft genommen.
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