| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 18. 02. 2008 - 18:14 |
Nachrichten vom 18.02.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · Orkanartige Winde mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern, sind am vergangenen Samstag besonders über die Ostküste unserer Insel gefegt. Straßen mussten wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. In Telde sollte die Karnevalskönigin gewählt werden, die Gala wurde wegen des Sturms auf Sonntag verlegt. Ungestört von den starken Winden feierte Maspalomas den Höhepunkt seines Karnevals, den großen Umzug. 110 Prunkwagen fuhren vorbei an Tausenden von Zuschauern die Avenida de Tirajana hinunter bis zum RIU Palace. · Eheschließungen von homosexuellen Paaren im Standesamt sind ja nicht Ungewöhnliches mehr, auch nicht auf den Kanaren. Ungewöhnlich, und erstmalig in Spanien, war aber die kirchliche Trauung zweier britischer Residenten, Gary und David Witt, am vergangenen Donnerstag in einer Hotelkapelle in Mogán. Möglich machte es eine kleine britische Kirche, deren religiöse Aktivitäten von den spanischen Behörden anerkannt sind, und somit kirchliche Trauungen auch in Spanien legal durchführen darf. · Eine Familientragöde ereignete sich am Freitagabend in Adeje, im Süden der Nachbarinsel Teneriffa. Ein 49jähriger Italiener tötete seine belgische Ehefrau und seine beiden Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren mit 13 Messerstichen. Beim Eintreffen der Guardia Civil, etwa 24 Stunden nach dem Mord, sprang der mutmaßliche Täter aus dem 2. Stock und starb an den schweren Verletzungen. · Im Beisein von zahlreichen überraschten Urlaubern strandete am vergangenen Donnerstag zu nächtlicher Stunde am Strand von Meloneras vor dem Shopping Center ein Boot mit 55 illegalen afrikanischen Einwanderern an Bord. Die Flüchtlinge waren alle wohlauf. · Direkt neben dem Leuchtturm von Maspalomas, vor dem Hotel IFA Faro, gibt es seit den 70er Jahren eine Zementplattform. Sie wurde damals errichtet, um den Zugang zum Meer bei Rettungsaktionen zu erleichtern. Teile davon wurden später vom Hotel für seine Poolanlagen genutzt. Nun sind Bagger angerückt, um die Zementplattform zu entfernen. Bedenken bestehen, die Wellen könnten nun bei stürmischer Wetterlage dem Hotel gefährlich nahe kommen. · Im Baugebiet T1 von El Tablero wird seit 30 Jahren fleißig gebaut. Wohnblocks, Geschäfte, Gewerbebetriebe. Aber der Landstrich wird im Bebauungsplan der Stadt Maspalomas immer noch als „rustikal“ ausgewiesen, also nicht urbanisierbar. Deshalb haben die kleinen Läden auch nie eine Eröffnungslizenz zum Betrieb ihrer Geschäfte erhalten, sie arbeiten also illegal. Nun hat die Stadtverwaltung 8 Geschäftslokale per Stadtsiegel geschlossen. Statt nach 30 Jahren den städtischen Entwicklungsplan endlich an die Realitäten anzupassen, greift die Verwaltung hart durch und riskiert gefährliche Konflikte mit den Bewohnern von El Tablero. 700 vom Waldbrand im vergangenen Juli geschädigte Mitbewohner versammelten sich am Freitag in El Tablero, um fachmännischen Rat zu erhalten. Eine juristische Kommission beriet die Brandopfer über ihre rechtlichen Möglichkeiten, denn Viele haben bisher die zugesagte staatliche Hilfe noch immer nicht erhalten. Die Richter empfahlen den Geschädigten, als Sammelkläger aufzutreten. Bei eventuellen Prozessen muss man mit bis zu 4 Jahren Dauer rechnen.
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