| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 15. 02. 2008 - 15:14 |
Nachrichten vom 15.02.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · Zu einem Besuch im Afrikahaus in Las Palmas kam vorgestern der spanische Außenminister, Miguel Ángel Moratinos. Hauptthemen waren die illegale Einwanderung und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den afrikanischen Nachbarstaaten. Moratinos machte klar, dass man sehr wohl sehe, dass sich in den Nachbarstaaten auch immer mehr Al Quaida Zellen bilden, und es nicht auszuschließen sei, dass diese mit Hilfe von Flüchtlingsbooten versuchen werden, auf den Kanaren Fuß zu fassen. Deshalb erörtert Madrid umfassende Sicherheitspakete mit den angrenzenden afrikanischen Staaten. Gleichzeitig wurde bekannt, dass vor der afrikanischen Küste ein Flüchtlingsboot gekentert ist, 24 Insassen werden in den Fluten des Atlantiks vermisst. Auf einem anderen Boot erreichten 59 illegale Einwanderer wohlbehalten den Hafen von Arguineguín. · Durch den anonymen Anruf eines Bewohners im Bereich der Avenida Primero de Mayo in Las Palmas wurde die Polizei auf einen Kriminellen aufmerksam, der sich auf das Aufbrechen von Autos spezialisiert hatte. Sie konnten den 37jährigen Täter auf frischer Tat festnehmen. Er hatte eine Reisetasche dabei mit der Beute aus rekordverdächtigen 18 Pkws, die er in einer einzigen Nacht ausgeräumt hatte. · Einen Beschäftigungsplan legte die kanarische Regierung vor wenigen Tagen für die nächsten Jahre vor. Sie will damit die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Sie strebt auch einen Konsens mit den großen Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden an. Der Plan zur Verbesserung des Arbeitsmarktes hat jedoch einen Schönheitsfehler. Die neuen Stellen sollen bevorzugt diejenigen besetzen, die schon mindestens 3 Jahre auf den Kanaren wohnhaft sind. Die Gewerkschaften halten diese Einschränkung für gesetzeswidrig und lehnen Gespräche mit der Regierung deshalb ab. · Die Fleischimporteure hatten vergangene Woche Panikstimmung bei den Verbrauchern erzeugt. Wegen der EU- Auflagen von Fleischimporten aus Drittländern, die von den brasilianischen Fleischexporteuren derzeit nicht erfüllt werden können, würden schon bald Engpässe bei der Versorgung mit Fleisch auf den Kanaren auftreten. Nun gibt es scharfe Kritik an der Panikmache. Die kanarischen Metzger halten die Verunsicherung der Verbraucher durch die Importeure für völlig unbegründet. Die Fleischimporteure haben ein Problem mit ihren lukrativen Geschäften aus Drittländern, es gäbe aber keinerlei Probleme bei der Fleischversorgung, so der Verband der kanarischen Supermärkte. Die brasilianische „Fleischlücke“ könnten andere Produzenten wie Argentinien, Uruguay oder die EU leicht schließen.
· Murgas, das sind eigentlich Straßenmusikanten. Im kanarischen Karneval sind es Gesangsgruppen die mit ihren musikalischen Büttenreden, ähnlich wie beim Karneval in Deutschland, so ziemlich alles durch den Kakao ziehen. Aber nicht alle können über die närrische Kritik lachen, besonders die Gemeinderäte von Maspalomas. Eine Gruppe von Murgas hatte im derzeitigen Karneval sämtliche Kommunalpolitiker im Visier gehabt. Die Gruppe wurde auch noch von der sozialistischen Stadträtin, Pino Cedrés, geführt. Nun sind Alle sauer, das Thema kam auf die Agenda der Stadtratsitzung. Nur die Bürgermeisterin, die auch ihr Fett abbekam, nahm es sportlich: Die freie Meinungsäußerung gelte auch, und besonders in, der Karnevalszeit. 172.000 Tonnen Tomaten exportiert die kanarische Landwirtschaft in die EU- Staaten. Besonders auf dem deutschen Markt sieht der Landwirtschaftsverband noch Möglichkeiten, die Absatzmengen deutlich zu steigern. Dies soll mit einer gezielten Werbekampagne geschehen.
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