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LAND-LEUTE  |  GRAN CANARIA,   13. 02. 2008 - 13:14



Nachrichten vom 13.02.2008
Tageszusammenfassung von Mix101
 
·        Dies hatten wir im Januar berichtet: Die Grenzschutzbehörde der EU, Frontex, wird in diesem Jahr offenbar nicht mehr in den Gewässern zwischen den Kanaren und dem afrikanischen Festland operieren, um die illegale Einwanderung auf Booten zu reduzieren. Die Überwachung im Atlantik erfolgt dann allein durch spanische Patrouillenboote und Flugzeuge. Nun konnte die Frontex doch noch einige EU- Staaten zur Teilnahme überreden. Luxemburg, Italien und Portugal haben Kontingente für die Frontex bereitgestellt. Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber werden nun bis vorläufig Dezember vor den Küsten Mauretaniens und des Senegal operieren.
 
·        Der 36-jährige Canario Juan Verde leitet die kanarische Delegation in der amerikanischen Handelskammer in Spanien. Durch sein Studium in den USA war er bereits in den Wahlkampfteams für Bill Clinton und John Kerry. Nun ist er wieder für die Clintons tätig. In Hillarys Team ist er zuständig für die Stimmen unter der hispano - amerikanischen Bevölkerungsgruppe und sammelt auch Wahlkampfspenden in Spanien.
 
·        Bei einem Treffen mit dem Hotelierverband versprach die Bürgermeisterin von Maspalomas, Mari Pino Torres, hart gegen die Lärmbelästigungen in Playa del Inglés vorzugehen. Besonders die Sperrstunden will sie durch die Lokalpolizei stärker kontrollieren. Auch wird sie von den Kneipen verlangen, dass der Krach durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen im Lokal bleibt und nicht nach außen dringt.
 
·        Die Fleischimporteure verbreiten Panikstimmung. 40.000 Tonnen Fleisch werden auf den Kanaren jährlich durch Einheimische und Touristen verzehrt. Nahezu 22.000 Tonnen stammen aus Drittländern, etwa 15.000 Tonnen aus Brasilien. Damit ist es aber vorbei, denn die neuen hohen sanitären Auflagen für die brasilianischen Rinderzüchter können nur von den wenigsten einhalten werden. Statt sich um neue Einkaufsmärkte zu bemühen, haben die kanarischen Importeure auf eine Ausnahmegenehmigung gehofft und intensive Lobbyarbeit in Brüssel und bei der kanarischen Regierung betrieben. Die Bemühungen waren erfolglos, die EU bleibt hart. Die Bestimmungen zur lückenlosen Dokumentation über die Herkunft des Fleisches gelten seit langem in Europa und nun auch für Brasilien, und dabei bleibt es. Innerhalb von 2 Wochen werde es nicht mehr genügend Fleisch auf den Kanaren geben, so die Importeure. So richtig glauben kann es niemand, allerdings wird sich das geliebte Solomillo, das Steak deutlich verteuern.
 
·        Viele Canarios schicken ihre Kinder für viel Geld in private Schulen, weil sie mit dem öffentlichen Erziehungssystem nicht zufrieden sind. Experten haben mal gerechnet, was die öffentliche Hand für das Erziehungssystem ausgibt im Vergleich zu den privaten Schulen. Und da kam erstaunliches heraus. Die Kosten pro Schüler in öffentlichen Schulen sind deutlich höher als in privaten, aber die Effizienz ist im staatlichen System weitaus schlechter.
 
Das Tal von Agaete, auf der Westseite unserer Insel, gehört zu den schönsten Flecken von Gran Canaria. Am Ende des Tals gibt es ein Hotel, das Princesa Guayarmina, das aber seit Jahren nicht mehr genutzt wird. Die neuen Besitzer des Anwesens wollen jedoch schon bald den Hotelbetrieb wieder aufnehmen und werden dabei von der Stadt Agaete unterstützt.



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GRAN CANARIA LAND-LEUTE Nachrichten vom 13.02.2008
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