| LAND-LEUTE | GRAN CANARIA, 04. 02. 2008 - 04:14 |
Nachrichten vom 04.02.2008 Tageszusammenfassung von Mix101
| · Am Samstag gehörte die Innenstadt der Inselmetropole Las Palmas den Narren des Karnevals. Der Höhepunkt des närrischen Treibens ist, wie jedes Jahr, der große Karnevalsumzug. Um 17 Uhr setzte er sich vom Hafen aus in Bewegung. Über 250.000 Zuschauer säumten die Straßen, um die über 100 Prunkwagen zu sehen. Das Spektakel dauerte bis lange nach Mitternacht. Noch eine Woche dauert der Karneval in Las Palmas, am nächsten Samstag endet er mit der traditionellen Beerdigung der Sardine. Aber wir haben ja dann immer noch den Karneval in Maspalomas, der jetzt erst beginnt. · Große Teile des Ortsteils Ojos de Garza von Telde müssen der geplanten neuen Start- und Landebahn des Flughafens Gran Canaria weichen. Bis spätestens vergangenem Oktober wollte das spanische Infrastrukturministerium den Bewohnern einen genauen Plan vorlegen, welche Häuser wann betroffen sind, und wo die neuen Wohnanlagen entstehen sollen. Aber nichts ist geschehen. Die Bürgervereinigung hat dem Ministerium nun ein Ultimatum bis 15. Februar gesetzt. Ab dann wollen die Betroffenen mit Protestaktionen ihren Forderungen Nachdruck verleihen. · Die kanarische Regierung plant eine eigene regionale Polizeieinheit. Das wäre dann die vierte Polizeitruppe auf unserer Inselgruppe, denn bisher gibt es schon die Lokalpolizei der einzelnen Kommunen und die, dem spanischen Innenministerium unterstellten, Guardia Civil und Policía Nacional. Die Zentralregierung in Madrid ist gegen das Projekt. Nun haben sich auch die Verbände und Gewerkschaften der Guardia Civil und Policía Nacional zu Wort gemeldet. Auch sie halten eine vierte Truppe für völlig überflüssig, rausgeworfenes Geld. Sie solle offenbar nur als Prestigeobjekt der kanarischen Nationalisten dienen. · Am Ende des Tales von Ayagaures, an einem auch von Touristen gern genutzten Wanderweg, stand die 400 Jahre alte Pinie, die „Pino de Pilancones“, berühmt auf der ganzen Insel. Bei dem verheerenden Brand im vergangenen Juli wurde der alte Baum schwer beschädigt. Starke Winde in der vergangenen Woche gaben dem Prachtexemplar den Todesstoß, es fiel um. Die Bürgervereinigung von Ayagaures macht hierfür die Inselregierung verantwortlich. Seit dem Feuer im Juli sind 7 Monate vergangen, ohne dass die Inselregierung irgendwelche Maßnahmen zum Erhalt der Pinie ergriffen hätte. Das Angebot der Inselregierung, aus der toten Pinie nun ein Denkmal zu schaffen, empfinden die Anwohner des Tales als Frechheit. Der Baum war gesund, man hätte ihn erhalten können, so die erbosten Bewohner. Das letzte wissenschaftliche Gutachten über die Zukunft der Dünen von Maspalomas hat das Rathaus von Maspalomas in Alarmbereitschaft versetzt. Falls nichts unternommen wird, wird diese einzigartige Naturlandschaft innerhalb weniger Jahrzehnte verschwinden. Es ist ja schon lange bekannt, dass die Dünen geschützt werden müssen. Deshalb haben die Behörden bereits 1996 einen sehr umfassenden und detaillierten Plan ausgearbeitet, wie wir mit diesem Naturschutzgebiet umzugehen haben. Da gibt es nur einen kleinen Schönheitsfehler: In den gesamten 12 Jahren wurden nur ganz wenige der geforderten Schutzmaßnahmen eingeleitet und die Einhaltung der Naturschutznormen von niemandem kontrolliert.
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Die aktuellen 3 Lesermeinungen:
Autor: Michel
Sand-Dünen-Sterben
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