| LAND u. LEUTE | GRAN CANARIA, 04. 09. 2006 - 04:22 |
Nachrichten von Monday den 04. September 2006 Tageszusammenfassung von Mix101
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Flüchtlinge
Die kanarische Regierung hat bestätigt, dass seit Anfang des Jahres bereits 490 Leichen von illegalen afrikanischen Einwanderern aus dem Atlantik zwischen den Kanaren und dem afrikanischen Festland geborgen wurde. Vor der mauretanischen Küsten haben die dortigen Behörden weitere 250 Tote aus dem Wasser geholt. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond schätzen die Zahl der Ertrunkenen auf 2.000 bis 3.000. Unterdessen geht der Flüchtlingsstrom weiter. Von Montag bis Samstag vergangener Woche gelangten 28 Boote mit 2.091 Flüchtlingen an Bord an die Küsten unserer Inselgruppe. 3 Bootsinsassen wurden tot geborgen. Sie hatten die tagelange Fahrt wegen Hunger, Kälte und Erschöpfung nicht überlebt. Trotz Einsatz der europäischen Grenzpatrouille Frontex glaubt der spanische Innenminister, Alfredo Pérez Rubalcaba, nicht an einen schnellen Rückgang der Flüchtlingszahlen. In diesem Jahr erreichten fast 20.000 illegale Einwanderer mit Booten die kanarischen Küsten. Im gesamten letzten Jahr waren es 4.750. Der kanarische Ministerpräsident Adán Martín hat seinen offiziellen Besuch auf den Kapverden beendet. Den Präsidenten den Inselstaates, Pedro Pires, bat er, seinen Einfluss bei den westafrikanischen Regierungen zu nutzen, um den Flüchtlingsstrom einzudämmen.
Meldungen in Kürze
· Der Juli und August waren für kanarische Verhältnisse kühl. Die Temperaturen lagen deutlich unter den Durchschnittswerten der vergangenen Jahre. Doch nun, 20 Tage vor Herbstbeginn, beschert uns eine Hitzewelle Temperaturen von über 30 Grad. Die warmen Luftmassen bestimmen bis Donnerstag unser Wetter. Die Calima aus der Sahara bringt in den oberen Luftschichten Sand und Staub.
· Am 26. August hatten spanische und französische Drogenfahnder einen Segler zwischen den Kanaren und Madeira gestoppt. An Bord fanden die Ermittler 3.500 Kg Kokain. Das Boot ist inzwischen in den militärischen Teil des Hafens von Las Palmas geschleppt worden. 11 Personen wurden verhaftet.
· Innerhalb von 2 Monaten wurde die Bar der Nachbarschaftsvereinigung von La Paterna, einem Stadtteil von Las Palmas, gleich 3mal ausgeraubt. Beim letzten Einbruch erbeuteten die Täter 4.000 Euro. Die Polizei tappt noch im Dunkeln.
· Auf dem Flughafen von Lanzarote hatten die Mitarbeiter der Iberia ab vergangenem Samstag einen Streik angekündigt. Betroffen wären auch einige deutsche Fluggesellschaften gewesen, die von Iberia abgefertigt werden. Die spanische Flughafenbehörde hatte im Juli in ganz Spanien die Abfertigungslizenzen neu vergeben, und Iberia hat diese auf dem Flughafen Lanzarote verloren. Nun müssen die Mitarbeiter zwangsweise zu einer anderen Abfertigungsgesellschaft wechseln, dagegen weheren sie sich mit Streikaktionen. Kurzfristig wurde der geplante Streikbeginn um eine Woche verschoben.
· Erst seit 1995 gibt es das Fischerfest „Vará del Pescao“ in Arinaga. Mit dem Fest will man den zukünftigen Generationen die traditionelle Fischerei in dieser Zone unvergessen machen. Es ist Teil der 2wöchigen Feierlichkeiten der Gemeinde Agüimes für die Heilige der Pinie. Inzwischen hat sich die „Vará del Pescao“ zu einem der beliebtesten Feste der Insel entwickelt. Am Freitag waren 20.000 Besucher in dem Küstenort Arinaga, und haben fast eine Tonne gegrillte Sardinen verzehrt.
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Die aktuellen 3 Lesermeinungen:
Autor: aCxYHNZyo
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